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Diagnose von Asthma und Verlaufskontrolle

Patientin und Arzt  bei der Diagnose von Asthma und Verlaufskontrolle

Für die Diagnose von Asthma und der Bestimmung der Form des Asthmas stehen dem Pneumologen (Facharzt für Lungenheilkunde) verschiedene Methoden zur Verfügung. Neben dem ausführlichen Gespräch zur Krankengeschichte (Anamnese) erfolgen körperliche Untersuchungen, Allergietests, verschiedene Lungenfunktionstests, bildgebende Verfahren des Brustkorbes wie etwa Ultraschall, Röntgen, CT, MRT und Blutuntersuchungen.

Mindestens ebenso wichtig wie die richtige Diagnose ist die dauerhafte Überwachung des Asthmas. Die Verlaufskontrolle ist enorm wichtig und erfordert die aktive Mitarbeit des Patienten. Zwischen den regelmäßigen Kontrollbesuchen beim Facharzt sollte der Asthmatiker eigenständig Messungen vornehmen und neben den Messwerten auch die Auswirkungen der Symptome auf seinen Alltag dokumentieren. So kann der Arzt den Verlauf der Erkrankung einschätzen und entsprechend die Asthma-Therapie individuell anpassen.

Von der Diagnose hin zur individuellen Asthma-Therapie

Bei Atembeschwerden sollte ein Arztbesuch nicht unnötig lange hinausgezögert werden. Denn wie bei allen Erkrankungen so gilt ganz besonders bei Verdacht auf Asthma: Je eher die Erkrankung diagnostiziert und therapiert wird, umso besser sind die Aussichten, die Beschwerden auf Dauer in den Griff zu bekommen und das Fortschreiten der Erkrankung einzudämmen.

Anamnese und körperliche Untersuchung

Das ausführliche Gespräch ist die Basis für eine vertrauensvolle Arzt-Patient-Beziehung. So erhält der Mediziner zahlreiche Informationen rund um die Beschwerden und den bisherigen Verlauf der Erkrankung. Fragen danach, ob geraucht oder Sport betrieben wird, Erkrankungen der Atemwege in der Familie vorliegen, ob Allergien bestehen, zu welcher Tageszeit die Beschwerden mit welcher Symptomatik auftreten oder ob die Symptome in bestimmten Situationen verstärkt vorhanden sind, werden dabei erörtert.

Bereits während des Gesprächs nimmt der aufmerksame Arzt typische Merkmale einer Asthmaerkrankung wahr. Dazu gehören unter anderem eine blasse Gesichtsfarbe oder bläuliche Verfärbungen an Fingern und Lippen, die auf eine Sauerstoffunterversorgung schließen lassen.

Ein Arzt hört eine Frau über ein Stethoskop ab, das er an ihren Rücken gelegt hat.
Mit dem Stethoskop kann der Arzt durch das Asthma hervorgerufene Atemgeräusche feststellen.

Bei der anschließenden körperlichen Untersuchung hört der Arzt die Lunge mit einem Stethoskop ab und achtet dabei auf typische, durch das Asthma verursachte Atemgeräusche. Auch das Abklopfen des Brustkorbes gibt Aufschluss über den Gesundheitszustand der Lunge. Der dabei entstehende Klopfschall lässt Rückschlüsse auf die Luftmenge und eventuell vorhandene Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge zu.

Da sich Lungenerkrankungen auch negativ auf das Herz auswirken können, werden die Herzgeräusche per Stethoskop abgehört und eventuell wird noch ein Elektrokardiogramm (EKG) aufgezeichnet.

Allergietests

Auf einem Arm ist eine Tabelle mit 3 Zeilen und 2 Spalten gezeichnet. Die einzelnen Felder sind mit den Nummern 1 bis 6 beschriftet. Mit einer Pipette gibt ein Arzt je ein Tröpfchen in die einzelnen Felder.
Auf der Suche nach allergieauslösenden Stoffen

Da in den meisten Fällen eine Allergie für die Entwicklung des Asthmas verantwortlich ist, ist es sinnvoll, einen Allergietest beim Arzt durchführen zu lassen. So lässt sich herausfinden, auf welche Stoffe der Einzelne allergisch reagiert, denn sie können Asthmaanfälle hervorrufen. Das Wissen um allergieauslösende Stoffe erleichtert es dem Patienten auch, diese so weit als möglich zu vermeiden.

Lungenfunktionstests beim Facharzt

Umfangreiche Lungenfunktionsprüfungen werden meistens beim Facharzt durchgeführt. Im Vergleich zu den Heimmessmethoden zur täglichen Verlaufskontrolle bieten die professionellen Messgeräte beim Arzt umfangreichere und genauere Diagnosemöglichkeiten.

Mit Hilfe unterschiedlicher Lungenfunktionstests wird die aktuelle Leistung der Lunge gemessen. Einschränkungen der Lungenfunktion lassen sich so eindeutig feststellen. Alle Testverfahren sind nichtinvasiv. Das bedeutet, dass sie keine Eingriffe in den Körper durch Schnitte oder Einstiche benötigen.

Die Spirometrie – der kleine Lungenfunktionstest

Eine Frau mit grauem Haar pustet in einen Peak-Flow-Meter. Hinter ihr steht ein Mann mit Stethoskop in der Hand.
Spirometrie - der kleine Lungenfunktionstest

Bei der Spirometrie wird mittels Spirometer, einem Gerät zur Messung des ein- bzw. ausgeatmeten Luftvolumens, die Lungenfunktion getestet. Sie liefert wichtige Parameter zur Beurteilung von Verlauf und Schwere des Asthmas.

Zu Beginn der Untersuchung setzt der Patient eine Nasenklammer auf. So wird vermieden, dass Atemluft am Spirometer vorbeifließt. Dann atmet der Patient über ein Mundstück nach Anweisung des Arztes oder Praxispersonals ein und aus. So entsteht eine Momentaufnahme der aktuellen Lungenfunktion.

Bei der Messung werden wichtige Parameter zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit der Lunge und der Atemwege überprüft:

  • Die Luftmenge, die bei einem normalen Atemvorgang ein und ausgeatmet werden kann (Atemzugvolumen)
  • Das Luftvolumen, das nach einem normalen Atemzug mit maximaler Anstrengung zusätzlich ein- und ausgeatmet werden kann (Lungen-Reservevolumen)
  • Das verfügbare Volumen der Lunge, also die Summe aus der Luftmenge eines normalen Atemzugs plus dem zusätzlichen Volumen bei maximalem ein- und ausatmen (Lungen-Vitalkapazität)
  • Die Luftmenge, die nach maximalem Einatmen innerhalb einer Sekunde ausgeatmet werden kann (FEV1-Wert)
  • Das Volumen, das im Verlauf einer Zeitdauer ein- und ausgeatmet werden kann (Fluss-Volumen-Kurve)
  • Die gemessenen Werte werden mit definierten Normwerten abgeglichen. Die Normwerte hängen von Alter, Größe und Geschlecht ab.

Damit es nicht zu Messungenauigkeiten kommt, ist es wichtig, dass der Patient mitarbeitet und genau den Anweisungen des Arztes folgt.

Bronchospasmolysetest zur Diagnosesicherung

Häufig wird nach Einnahme eines Asthma-Medikaments zur Erweiterung der Atemwege eine zweite Messung vorgenommen, um die Diagnose zu überprüfen. Im Rahmen eines Bronchospasmolysetests wird geprüft, ob sich die Verengung medikamentös auflösen lässt. Sind die Messwerte deutlich besser, so gilt die Asthma-Diagnose als gesichert.

Die Bodyplethysmographie – der große Lungenfunktionstest

Bei dieser Lungenfunktionsmessung sitzt der Patient in einer speziellen dichten Glaskabine. Über die einfache Spirometrie hinaus werden hier zusätzlich noch das komplette Lungenvolumen und der Atemwegswiderstand bestimmt. Die Atemwerte werden hier indirekt über die Änderung des Drucks in der Glaskabine ermittelt. Dadurch sind die Messwerte weniger von der Motivation und dem kräftigen Ausatemstoß abhängig wie bei der Spirometrie. Damit erhält der Arzt insbesondere für Patienten, denen die Durchführung einer Spirometrie Schwierigkeiten bereitet, wichtige diagnostische Hinweise.

Ein weiterer Vorteil dieser Untersuchungsmethode ist, dass sowohl der Grad der Verengung der Atemwege als auch die Abnahme der Dehnbarkeit des Lungengewebes differenziert gemessen werden können. Somit kann der Arzt genauer die Art der Atemwegserkrankung bestimmen als auch eine verlässliche Aussage über den Schweregrad und den Verlauf der Erkrankungen treffen.

FeNO-Messung

Als neuere, zusätzliche Diagnosemethode wird, besonders in der Früherkennung, zur Bestätigung einer Verdachtsdiagnose eines allergischen bzw. sogenannten Typ-2-Asthmas und zur Verlaufskontrolle die Messung der Stickstoffmonoxid- (NO) Konzentration in der Atemluft durchgeführt. Die NO-Messung ist ein standardisiertes Diagnoseverfahren und wird auch zur Asthma-Kontrolle und Überwachung der Asthma-Therapie eingesetzt.

FeNO-Messung
FeNO-Messung beim Facharzt mit Vivatmo pro

Die NO-Messung ist einfach, schnell und ohne große Anstrengung für den Patienten durchzuführen, der Patient atmet hierzu für wenige Sekunden in ein spezielles Analysegerät. Dieses misst das sogenannte fraktionierte exhalierte Stickstoffmonoxid (FeNO), wonach vorhandene entzündliche Prozessen in den Atemwegen beurteilt werden können. Je ausgeprägter die Entzündung, desto höher die Konzentration an NO in der Ausatemluft. Vor der Einführung von NO-Diagnosegeräten konnte der Entzündungszustand der Atemwege häufig nur durch eine Bronchiallavage (Spülung) der Bronchien oder Sputumanalyse bestimmt werden. Beides aufwändige und für den Patienten zumeist unangenehme Verfahren, die nur in wenigen Praxen oder Kliniken eingesetzt werden.

Neben der gesicherten Diagnose kann der Arzt auch die Asthma-Therapie direkt auf den Grad der Entzündung abstimmen. So können Medikamente feiner dosiert und Nebenwirkungen minimiert werden. Während die NO-Messung in der Vergangenheit nur von Facheinrichtungen und Ärzten durchgeführt wurden, steht mit dem Heimmessgerät Vivatmo me mittlerweile ein Messgerät zur Verfügung, mit dem der Patient die FeNO-Messung zu Hause selbst durchführen kann.

Erfahren Sie mehr zum Vivatmo pro und zum Einsatz in der ärztlichen Praxis- und Klinikumgebung:
Vivatmo pro für Ärzte

Der Belastungs- bzw. Provokationstest

Gerade bei allergischem Asthma oder Belastungsasthma kommen die Patienten häufig beschwerdefrei zum Arzt. Entsprechend sind Lungenfunktionstests dann ohne besondere Auffälligkeiten. Dann hat der Arzt die Möglichkeit, die Verengung der Atemwege gezielt durch verschiedene Reize, wie z.B. körperliche Belastung oder Inhalation von Histamin, auszulösen. So kann die Reizbarkeit der Atemwege (Hyperreagibilität) auch in beschwerdefreien Zeiten sicher getestet werden.

Regelmäßige Asthma-Kontrolle durch den Patienten

Überwachung des Entzündungszustandes mit FeNO-Heimmessung

Die Messung des FeNO-Wertes in der Ausatemluft gibt Auskunft über die allergische Entzündung der Atemwege und wird von Ärzten als ergänzendes Diagnoseverfahren zur Sicherung der Diagnose eingesetzt. War es bis vor kurzem nur möglich, den FeNO-Wert beim Arzt kontrollieren zu lassen, so steht Asthmatikern nun mit Vivatmo me ein modernes und einfach zu bedienendes Gerät zur Verfügung, mit dem der FeNO-Wert auch zu Hause oder unterwegs zur Verlaufskontrolle gemessen werden kann. Dabei wird der FeNO-Wert in der Ausatemluft in wenigen Sekunden ermittelt. Das Gerät zeigt sofort den aktuellen Entzündungsgrad an und ordnet ihn in ein Ampelsystem ein. So kann der Patient seinen aktuellen Entzündungszustand besser einschätzen und den Alltag perfekt an die Erfordernisse der Erkrankung anpassen.

regelmäßige Kontrolle des FeNO-Werte
Gemeinsame Besprechung der dokumentierten FeNO-Werte mit dem Facharzt

Die regelmäßige Kontrolle des FeNO-Wertes liefert dem behandelnden Arzt wichtige Informationen für die Asthma-Therapie und den Verlauf der Erkrankung. Denn jetzt können Medikamente zum richtigen Zeitpunkt in optimaler Dosierung verabreicht werden, noch bevor es zu akuten Beschwerden kommt.

Gemeinsam mit der Vivatmo app haben Asthmatiker die Möglichkeit, ein elektronisches Asthma-Tagebuch zu führen. Damit entfällt das umständliche Eintragen von Messwerten in analoge Tabellen. So kann dem Asthmatiker das Krankheitsmanagement auf zeitgemäße Art und Weise erleichtert werden.

Messung des Peak-Flows mit dem Peak-Flow-Meter

Das Peak-Flow-Meter ist ein handliches Gerät mit dem Asthmatiker selbständig zu Hause eine einfache Lungenfunktionsprüfung durchführen können. Die Peak-Flow-Messung gibt Auskunft über den Grad der Verengung der Bronchien. Gemessen wird die Geschwindigkeit, mit der die Luft beim Ausatmen ausströmt. Dabei holt der Patient tief Luft und bläst dann so stark wie möglich in das Peak-Flow-Meter. So wird die Spitzengeschwindigkeit der Ausatemluft festgestellt. Je verengter die Bronchien sind, umso langsamer fließt die Luft aus den Lungen. Der Peak-Flow-Wert (PEF) ist ein Vergleichswert, der den aktuellen Wert in Bezug zum persönlichen Bestwert setzt. Durch tägliches ein- oder mehrmaliges messen werden Schwankungen erfasst. Bei Absinken der Werte und der Zunahme von Beschwerden lässt sich darauf schließen, dass sich der Asthma-Status verschlechtert hat. Durch das Führen eines Peak-Flow-Protokolls haben Patient und Arzt einen Überblick über die Veränderungen im Tagesverlauf. Über einen längeren Zeitraum hinweg geführt, gibt das Protokoll auch Aufschluss über den Verlauf der Erkrankung insgesamt. Nachteil dieser Messung ist, dass beim Asthmageschehen nur indirekt das Ausmaß der Entzündung beurteilt werden kann. Die Vergleichbarkeit der einzelnen Messungen hängt stark von der korrekten Bedienung und Mitarbeit des Patienten ab. Im Idealfall wird die Peak-Flow-Messung deshalb durch die FeNO-Messung ergänzt, um das Entzündungsgeschehen früher und genauer bestimmen zu können.

Kontrolltest

Wichtig für Asthmatiker ist es, die Erkrankung aktiv zu kontrollieren und zu managen. Ob Sie dies in ausreichendem Maß tun, zeigt der Asthma Control Test. Mit Hilfe weniger Fragen finden Sie heraus, ob Sie Ihr Asthma unter Kontrolle haben. Die Ergebnisse sind auch wichtig für Ihren Arzt, der die Behandlung anpassen kann, falls notwendig. Den Test finden Sie auf der Seite der Deutschen Atemwegsliga e.V. (www.atemwegsliga.de).

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