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FAQ - Häufig gestellte Fragen

Allgemein

Was ist FeNO?

FeNO steht für "fraktioniertes exhaliertes Stickstoffmonoxid (NO)" und wird als Biomarker zur Diagnose und Verlaufskontrolle bei Asthma bronchiale eingesetzt.

Warum wird FeNO gemessen?

FeNO wird in den Atemwegsorganen unter anderem durch Epithelzellen gebildet. Die NO-Konzentration in der Ausatemluft spiegelt daher den Grad der allergischen Entzündung in den Atemwegsorganen wider - Je mehr Entzündungsherde auftreten, desto mehr NO wird gebildet. Steigende FeNO-Werte zeigen noch vor dem Lungenfunktionstest eine Verschlechterung des Krankheitsverlaufs an und ermöglichen so ein frühzeitiges therapeutisches Gegensteuern. [Bodini A et al. 2017].

Welche Vorteile bringt die FeNO Messung?

Die FeNO-Messung bietet zahlreiche Vorteile:

  • Sie unterstützt die Asthmadiagnose und gibt eine Aussage über das Ansprechen auf inhalative Kortikosteroide (ICS). [Dweik et al. 2011, Karrasch et al. 2017, Taylor et al. 2006]

  • Sie ermöglicht eine bessere Verlaufskontrolle der Atemwegsentzündung und akute Asthmaepisoden können durch eine Behandlungssteuerung mit FeNO verringert werden. [Petsky et al. 2016, Essat et al. 2016]

  • Sie erlaubt ein frühzeitiges therapeutisches Gegensteuern bei einer Verschlechterung des Krankheitsverlaufs. [Bodini A et al. 2017]

Wann wird eine FeNO-Messung durchgeführt?

Die FeNO-Messung (Inflammometrie) wird im Rahmen der Primärdiagnostik ergänzend zum Lungenfunktionstest und zur Verlaufskontrolle des Asthmas eingesetzt. Der diagnostische Wert der FeNO-Messung für die Asthmadiagnose ist vergleichbar mit dem Bronchoprovokationstest [Schneider et al. 2014]. Gemäß der neuen Guideline zu Asthma Diagnose und Monitoring des NICE (2017) kann bei eindeutigem FeNO-Test und nachgewiesener reversibler Bronchodilation sogar auf einen Bronchoprovokationstest zur Asthmadiagnose verzichtet werden.

Wie verbreitet und anerkannt ist die FeNO-Messung?

In den Guidelines der American Thoracic Society (ATS) wird diese Methode für die Diagnose, das Therapiemanagement und das Monitoring von Asthmapatienten bereits empfohlen [ATS, Dweik et al. 2011]. Die NICE Clinical Guideline on Asthma empfiehlt, die FeNO-Messung zur Verbesserung der Diagnosequalität in den Diagnose-Algorithmus mit aufzunehmen und sieht den FeNO-Wert als bedeutenden Parameter für das Langzeitmanagement von Asthma an. Darüber hinaus lässt sich mit der FeNO-Messung die Kosteneffektivität steigern. Auch laut der Deutschen Asthma-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie soll der FeNO-Wert als zusätzlicher Marker zur Sicherung der Asthma-Diagnose herangezogen werden.

Ab welchem Wert ist der FeNO-Wert kritisch?

Die FeNO-Normalwerte hängen u. a. von der Körpergröße und vom Geschlecht ab, Frauen haben niedrigere Werte als Männer, Kinder niedrigere Werte als Erwachsene. Die Guideline der American Thoracic Society (ATS) besagt, dass Werte zwischen 0 und 25 ppb niedrig sind, zwischen 25 und 50 ppb im mittleren Bereich liegen und ab 50 ppb hoch sind. Als Anhaltspunkt kann gelten, dass Werte unter 25 ppb normal sind (Kinder unter 20 ppb). Werte über 50 ppb (Kinder über 35 ppb) weisen auf eine aktive Entzündung der Atemwege hin. Die finale Diagnostik obliegt allerdings dem Arzt, der diese basierend auf den ihm bekannten Referenzwerten trifft. Da diese Referenzwerten von Land zu Land etwas variieren können, nehmen wir insbesondere beim Arztgerät Vivatmo pro Abstand davon, die Referenzwerte zu hinterlegen.

Produkte

Ist bei Vivatmo eine regelmäßige Wartung oder Kalibrierung nötig?

Das Vivatmo wird werkseitig kalibriert und diese Kalibrierung ist aufgrund der einzigartigen Sensortechnologie über die gesamte angegebene Lebensdauer stabil. Das neuartige Messprinzip erlaubt, dass der Sensor über die Anzahl der zulässigen Messungen nicht verbraucht wird. Während der Regenerationszeit wird die Sensoroberfläche jeweils von unterschiedlichen Verunreinigungen aus der Atemluft gereinigt und somit für die nächste Messung optimal vorbereitet. Damit wird stets ein genaues Messergebnis erzielt. Eine erneute Kalibrierung durch den Anwender ist daher nicht notwendig. Bei Vivatmo pro wird jedoch empfohlen, in regelmäßigen Abständen einen QC-Test durchzuführen (siehe Gebrauchsanweisung).

Wie können die Handmessgeräte gereinigt und desinfiziert werden?

Eine Wischdesinfektion ist hierzu ausreichend und macht eine weitere Aufbereitung oder Reinigung nicht notwendig. Wenn Sie alkoholhaltige Desinfektionstücher verwenden, dürfen diese maximal 30 % Alkohol enthalten. Ein höherer Prozentsatz kann zu Displaybeschädigungen führen und Beschriftungen ablösen. Folgende Produkte wurden für die Wischdesinfektion seitens des Herstellers verifiziert: mikrozid® universal wipes (Fa. Schülke).

Werden die Kosten für die FeNO-Messung von den Krankenkassen übernommen?

Die Kosten für die Heimmessung mit Vivatmo me werden (noch) nicht von den Krankenkassen übernommen. In einigen Ländern wird die FeNO-Messung in der Arztpraxis erstattet, in Deutschland beispielsweise durch private Krankenkassen. Die privaten Krankenversicherungen erstatten die FeNO-Messung nach der geltenden Gebührenordnung für Ärzte mit 35,77 € (GOÄ Ziffer 617). Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Leistung zurzeit noch nicht, sodass die meisten Ärzte sie als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) anbieten.

Kann das Vivatmo pro in das Krankenhaus-Netzwerk oder die Praxis-Software eingebunden werden?

Das Vivatmo pro kann über die HL7 oder GDT Schnittstelle in die Verwaltungssysteme integriert werden.

Welche Drucker werden von der Vivatmo pro Basisstation unterstützt?

Momentan werden alle Drucker der Marke HP unterstützt, die mit den Treibern "hpcups 3.12.6" und "hpcups 3.18.3" angesteuert werden können.

Gibt es einen Einfluss von Umgebungs-NO bei Messungen mit Vivatmo?

Der Einfluss von signifikant erhöhtem Umgebungs-NO und -NO2 wird bei Vivatmo durch die Regeneration, die Probenaufbereitung im Oxycap und durch die Fraktionierung minimiert. Vor jeder Messung wird das Vivatmo-Messsystem inklusive des Sensors durch die Regeneration gereinigt, um Effekte von vorherigen Messungen oder Umgebungseinflüssen auszuschließen.

Wie und wo kann ich mein Vivatmo nach Ablauf der Nutzungsdauer entsorgen?

Das Vivatmo kann nach Ablauf der Nutzungsdauer auf einem Wertstoffhof zusammen mit Elektrokleingeräten entsorgt werden. Das Vivatmo darf nicht mit dem Hausmüll entsorgt werden.

Weshalb muss während des Messmanövers der Atemfluss für mehrere Sekunden stabil gehalten werden?

Das Stickstoffmonoxid (NO) aus dem Mund- und Rachenraum muss von der Atemprobe separiert werden (Fraktioniertes exhaliertes NO), sodass das reine NO aus den Bronchien gemessen wird. Durch eine definierte Bypass-Phase vor der Messung wird dies sichergestellt. Da die NO-Konzentration zudem abhängig vom Atemfluss ist, wird dieser während des Atemmanövers kontrolliert.

Müssen Software Updates durchgeführt werden und sind diese kostenpflichtig?

Software Updates für die Vivatmo pro Basisstation sorgen dafür, dass Ihr System immer auf dem neuesten Stand ist. Diese stellen wir kostenfrei zur Verfügung.

Muss das Gerät kalibriert werden?

Das Vivatmo pro ist seitens des Herstellers kalibriert und erfordert keine weitere Kalibrierung durch den Nutzer. Es wird jedoch empfohlen in regelmäßigen Abständen einen QC-Test durchzuführen (siehe IFU).

Sind die Patientendaten auf dem Gerät geschützt?

Der Zugang zu den Patientendaten kann über die Zugangskontrolle mit Nutzername und Passcode geschützt werden. Wenn Messaufträge über das Netzwerk übertragen werden, sollte der Zugriff mit Nutzerkennung und Kennwort geschützt werden. Die Verantwortung für die Datensicherheit liegt bei der Organisation, die Vivatmo betreibt.

Darf ein Oxycap (Mundstück) mehrmals verwendet werden?

Das Oxycap ist ein komplexes System zur Aufbereitung der Atemprobe und eignet sich nicht zur mehrfachen Nutzung. Es ist jedoch nach Entnahme aus der Umverpackung 15 Minuten lang nutzbar. Somit sind maximal fünf Messversuche bis zum Erhalt eines validen Messwertes möglich.

Wie werden die Oxycaps entsorgt?

Die Oxycaps können zusammen mit dem Hausmüll entsorgt werden.