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FeNO

Ein Entzündungsmarker im Atem

NO und Asthma

Stickstoffmonoxid (NO) ist ein wichtiger endogener regulatorischer Mediator, der u.a. von bronchialen Epithelzellen gebildet wird. Das endogene NO wird von dem in drei Isoformen vorkommenden Enzym NO-Synthase (NOS) aus L-Arginin gebildet. NO ist ein gasförmiges Molekül und in der ausgeatmeten Luft enthalten.1 Das exhalierte NO spielt in der Pathophysiologie von Asthma eine entscheidende Rolle. Denn das in den unteren Atemwegen freigesetzte NO - das als FeNO (fraktioniertes exhaliertes NO) gemessen wird - fungiert als direkter Biomarker für die Atemwegsentzündung und spiegelt auch die Entzündungsaktivität wider.

Standardisierte Messung zur Bestimmung des bronchialen NO

Um eine Probe des in den Bronchien gebildeten NO gewinnen zu können, muss die ausgeatmete Luft fraktioniert werden. Die Messung des sogenannten fraktionierten exhalierten NO (FeNO) wurde für die klinische Anwendung standardisiert.2,3 Die Messung der aus dem bronchoalveolären Raum stammenden NO-Fraktion erfolgt während einer langsamen kontrollierten Ausatmung über ein Mundstück. Dabei muss das Gaumensegel (Velum) geschlossen sein, um eine Kontamination mit NO aus den oberen Atemwegen zu verhindern. Den Verschluss des Velums erreicht man durch das Ausatmen gegen einen Druck zwischen 5 und 20 cm H₂O. Beim Atemmanöver muss zudem ein konstanter Fluss von 50 ml/s eingehalten werden.

Die FeNO-Messung ist mittlerweile ein anerkanntes Standarddiagnoseverfahren und wird täglich in Arztpraxen und Kliniken auf der ganzen Welt eingesetzt. Sie ist schnell und einfach in der Anwendung sowie nicht invasiv oder belastend für den Patienten.

Atemwege

• Ausatmung gegen Druck (Verschluss Gaumensegel zwischen 5 und 20 cm H₂O)

• Langsamer kontrollierter und konstanter Atemfluss (50 ml/s)

• Messung nach Bypass des Atemvolumens der unteren Atemwege (Fraktionierung)

Aussagekraft der FeNO-Messung für Diagnostik und Therapie

  • Zahlreiche Studien belegen den Stellenwert der FeNO-Messung zur Diagnosesicherung und Prognose des Ansprechens auf inhalative Kortikosteroide (ICS).4,5,6
  • Eine regelmäßige FeNO-Messung ermöglicht eine bessere Verlaufskontrolle der Atemwegsentzündung und kann Hinweise auf die Adhärenz der ICS-Einnahme geben.7
  • Eine FeNO-basierte Verlaufskontrolle unterstützt das Therapiemanagement und kann helfen, die Häufigkeit von Asthmaanfällen zu reduzieren.8
  • Steigende FeNO-Werte zeigen noch vor dem Lungenfunktionstest eine Verschlechterung des Krankheitsverlaufs an und ermöglichen so ein frühzeitiges therapeutisches Gegensteuern.9
FeNO Interpretationstabelle
Interpretationstabelle gemäß Empfehlung der American Thoracic Society (ATS)

Stellenwert und Einsatz der FeNO-Messung

Die FeNO-Messung (Inflammometrie) wird üblicherweise im Rahmen der Primärdiagnostik ergänzend zum Lungenfunktionstest und zur Verlaufskontrolle des Asthmas eingesetzt. Der diagnostische Wert der FeNO-Messung für die Asthmadiagnose ist vergleichbar mit dem Bronchoprovokationstest.12 Gemäß der neuen Guideline zu Asthma Diagnose und Monitoring des NICE (2017) kann bei einem eindeutigen FeNO-Test und nachgewiesener reversibler Bronchodilation sogar auf den Bronchoprovokationstest zur Asthmadiagnose verzichtet werden.10

Vivatmy System
in Anlehnung an GINA cycle of asthma care

Aktuelle Empfehlungen und Leitlinien

In den Guidelines der American Thoracic Society (ATS) wird die FeNO-Messung für die Diagnose, das Therapiemanagement und das Monitoring von Asthmapatienten bereits empfohlen.4

Die NICE Clinical Guideline on Asthma empfiehlt, die FeNO-Messung zur Verbesserung der Diagnosequalität in den Diagnose-Algorithmus mit aufzunehmen und sieht den FeNO-Wert als bedeutenden Parameter für das Langzeitmanagement von Asthma an. Darüber hinaus lässt sich mit der FeNO-Messung die Kosteneffektivität steigern.

Empfehlung des National Institute for Health and Care Excellence (NICE)

„Führen Sie bei Erwachsenen und jungen Menschen über 16 Jahren einen FeNO-Test durch, wenn Asthma als Diagnose vermutet wird.“

„Ziehen Sie den FeNO-Test als Option in Betracht, um das Asthma Management von Menschen zu unterstützen, die trotz inhalativer Kortikosteroide weiterhin Asthmasymptome zeigen.“10

Auch laut der Deutschen Asthma-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie soll der FeNO-Wert als zusätzlicher Marker zur Sicherung der Asthma-Diagnose herangezogen werden.11

1 Baur et al. Dt. Ärzteblatt, 2007

2 ATS/ERS Am J Respir Crit Care Med 2005;171:912-30

3 Horváth et al. Eur Respir J 2017;49:1600965

4 Dweik et al. Am J Respir Crit Care Med 2011;184:602-15

5 Karrasch et al. Thorax 2017;72:109-16

6 Taylor et al. Thorax 2006;61:817-27

7 Petsky et al. Cochrane Database of Systematic Reviews 2016;9: CD011440

8 Essat et al. Eur Respir J 2016;47:751-68

9 Bodini et al. Chest 2017;132:1520-25

10 NICE: Guideline Asthma - diagnosis and monitoring (November 2017, www.nice.org.uk)

11 NVL Asthma, 3. Auflage, Version 1 (September 2018, https://www.leitlinien.de/mdb/downloads/nvl/asthma/asthma-3aufl-vers1-lang.pdf)

12 Schneider et al. Respir Med. 2014; 108(1):34-40